Die Kerze, die Flamme, sich ärgern

Sonne Ich habe an diesem Wochenende mit einem lieben Menschen ein wenig philosophiert. Es ging vornehmlich darum, nicht zu vergessen – um nicht zu werden, was man nicht mag. Das ist eine mir durchaus bekannte Herausforderung. Seit ich mich mit dem Buddhismus befasse, versuche ich dies nahezu täglich. Ich versuche auch mich nicht mehr zu ärgern. Warum? Hierzu ein schönes buddhistisches Bild diesbezüglich:

Wenn dich jemand beleidigt, worüber ärgerst du dich dann?

Über die Worte die dich verletzt haben? Wenn sie gesprochen, sind sie auch schon weg. Es macht also keinen Sinn, sich über die Worte zu ärgern.
Über die Person, die die Worte gesprochen? Dann musst du dich aber auch fragen, warum derjenige dich beleidigt hat. Welche Gründe haben ihn dazu bewogen? Man müsste sich also über die Ursachen der Handlung ärgern. Dies macht auch keinen Sinn, da es nichts ändern würde.
Bleibt also die Person selbst. Wenn es sogar die wahre Natur der Person wäre, Mitmenschen zu beleidigen, macht es erst recht keinen Sinn, sich über die Person zu ärgern.
Man ärgert sich schließlich auch nicht über die Flamme der Kerze, wenn man sich verbrennt. Denn es ist nun mal die Natur der Flamme, Dinge zu verbrennen.

Aus diesem Gleichnis mit der Flamme kann man erkennen, dass sich ärgern sinnlos ist, uns nicht voran bringt, weil es uns nur Zeit raubt.

Dies versuche ich seit 2006/2007 jeden Tag zu beherzigen. Ich muss sagen es gelingt mal mehr, mal weniger. Und ich hatte auch schon Tage, an denen ich es mal komplett geschafft habe. :-)

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2 Antworten auf Die Kerze, die Flamme, sich ärgern

  1. Dennis Born sagt:

    Hättest du nen Like-Button würde ich ihn drücken. ;)
    Schöne Auseinandersetzung mit dem Thema.

    Gruß Dennis

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