Was schenkt man einem lieben Menschen heutzutage zum Geburtstag? Wo alles immer schneller, lauter, bunter wird? Gemeinsame Zeit!
Auch aus diesem Grunde haben wir uns gestern auf nach Güstrow gemacht, um gemeinsam zu essen und im Anschluß im Natur- und Umweltpark Güstrow Natur pur zu erleben.
Wir haben uns also zuerst im Hotel Stadt Güstrow unmittelbar am Güstrower Marktplatz beim ausgiebigen Brunchen gestärkt. Ein super Preis bei einem Buffet mit reichlich Auswahl an leckeren Speisen. Für den Kleinsten wurde sogar mit einem wundervollen Kindergedeck nebst Teddy-Besteck eingedeckt. Das Malbuch samt Stiftbox ließ ihm die Zeit nicht gar zu lang werden. Ein großes Aquarium mit allerlei Fischen bereitete den Kindern viel Spaß. Kinder nicht nur geduldet – Kinder willkommen! Sehr entspannt.
Auf zum Zoo! Ja gut, kein Zoo – auf zum NUP! Es ist Herbst und bei so einem Sonntagsausflug schwingt immer etwas Bammel mit, dass es anfangen könnte, zu regnen. Toi, toi, toi. Das Wetter blieb uns bis auf einen kurzen Schauer hold. Als Kind war ich oft mit meinem Opa in diesem Tierpark, von dessen alter Struktur nicht mehr viel zu erkennen ist. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Eingang geht man an drei großen Solar-”Segeln” vorbei. Schick. Dann im Eingangsbereich/ -haus wollten unsere Kinder die Exponate und Erlebnisspielzeuge sofort erforschen. Wir mussten sie kurz bremsen, solange es noch nicht regnete.
Erstmal Wald!
Im Wildfreigehege durften wir ein Stück des Weges mit Damwild schreiten. Vorbei an Weißstörchen und Trauerschwänen ging es dann zur sog. “Raubtier-WG”.
Ich wollte nach Jahren endlich wieder meine Lieblingstiere, die Wölfe sehen. In einem großen, naturbelassenen Freigehege können die Wölfe von den Besuchern nahezu ungestört tun, was sie wollen. Denn die Besucher laufen nicht nah am Zaun entlang, wie einem gewöhnlichen Zoo. Nein, zur Tierbeobachtung kann man die Freigehege auch von oben, von Brücken und Stegen aus einsehen. Die Wölfe können sich zum Beispiel hervorragend vor mir und meiner Kamera verstecken. Nur ein unscharfes Foto! Aber genau das macht den Reiz aus. Entdecken! Geduld haben! Die Ruhe des Waldes genießen.

Auch das Braunbären-Freigehege ist liebevoll gestaltet. Die beiden bewohnenden 300 Kilo Brüder, deren Vater noch in der schwedischen Wildnis frei lebte, geniessen sichtlich ihr Platzangebot. Sie können balgen, laufen und ein bisschen baden. Sogar das Buddeln und Graben ist möglich.
Das Schwarzwild, die Wildschweine kann man in ihrem weitläufigen, morastigen Waldgebiet wieder von einer Brücke oder diesmal auch gut vom Zaun aus beobachten. Die Frischlinge waren zwar nicht mehr ganz so frisch, aber die Streifenzeichnung war noch deutliche sichtbar.
Doch komme ich nun zum Highlight des gestrigen Tages für meinen großen Sohn und mich. Der Eichhörnchenkobel (Nest). Vor diesem Gehege lagen glücklicherweise viele Bucheckern auf dem Weg. Mit diesen gut ausgestattet gingen wir, die Eichhörnchen zu erleben. Die sind handzahm und soooo niedlich (Foto siehe unten). Auf dem Foto frißt das Eichhörnchen gerade die Buchecker, die es mir kurz vorher vorsichtig aus der Hand nahm. Bei meinem Sohnemann saß sogar eines auf dem Knie. Süß! Definitiv.
Nach einem Rundgang durchs Moor (auf einem Knüppeldamm – keine Angst) waren wir dann auch schon wieder fast am Haupthaus. Der einsetzende Regen trieb uns etwas. Hier haben wir uns dann die Fische von unten im AQUA-Tunnel angesehen. Forellen, Barsche, Plötze, Hechte (siehe Foto) und Karpfen die das Herz eines jeden Anglers höher schlagen lassen. Hier kann man jedoch zum Glück nicht angeln, sondern nur gucken. Regen von unter Wasser gucken, ist auch mal was anderes.
Abschließend gab es noch ein Eis auf dem Weg zum Auto, mittlerweile wieder ohne Regen. Danke an meine Heimatstadt für diesen schönen Nachmittag.



















