fleischlos glücklich – Vegetarier

In der letzten Woche wurde es dann amtlich, Kay isst kein Fleisch mehr! Die Welt geht unter, die Hölle friert zu. Unsere Chefin hatte Geburtstag und es gab zum Mittag ein kleines Buffet für alle Kollegen. Und Kay …? Er nimmt keine Fleischbällchen, kein Schinkenbrötchen?
Meine engsten Kollegen waren schon vor einigen Wochen überrascht, als der Döner vegetarisch blieb. Aber die, mit denen man seltener zu tun hat, waren schon eher etwas schockiert.
Ja, ich weiß, meine “Wo-sind-die-Augen-Theorie”:

Hund, Adler, Löwe – alle haben die Augen vorn. Kuh, Schaf, Hase und Pferd – sie alle haben die Augen seitlich. Wo haben wir Menschen die Augen? Was sollen wir allso (fr-)essen?

Ich muß gestehen, ich habe meiner eigenen Theorie noch nicht einmal etwas zu entgegnen.

Es klingt immernoch irgendwie logisch für mich und trotzdem setze ich mich über diese, meine Wahrheit hinweg!

Wie kam es nun dazu, dass ich beschlossen habe, mich vegetarisch zu ernähren? Im letzten Oktober kaufte ich mir das Album Kennzeichen D(amazon.de Link) von Thomas D. Dieses Album hat mich dazu inspiriert, etwas neues zu probieren. Ich habe es dann versucht, bin aber im letzten Oktober noch an mir selbst gescheitert und hatte nach knapp zwei Wochen aufgegeben. Die Beschäftigung mit Ethik im Allgemeinen, die Bücher des Dalai Lama, Informationen zu “moderner” Tierhaltung und zu gesunder Ernährung haben mich also dazu bewogen, mich seit April vegetarisch zu ernähren. Im Oktober berichtete ich hierzu noch nichts, da ich aufgegeben hatte. Das Rauchen gab ich 2004 allerdings auch von einem Tag auf den anderen auf, als mein ICH dazu bereit war. Es ist eben eine Entwicklung, eine Erkenntnis, die reifen muss.
Nebenbei habe ich ohne Anstrengung mal eben drei Kilo verloren, was mich nicht wirklich stört ;) . Und bereits nach einer Woche waren die Schmerzen in Finger- und Handgelenken verschwunden. Letzteres kann natürlich auch subjeltiv sein – aber weg ist weg.
Ich bin dann jetzt also ein Lacto–Vegetarier. Lacto-vegetarische Kost basiert auf pflanzlichen Lebensmitteln und schließt Milchprodukte mit ein. Zur kurzen Erläuterung meiner Motive kann ich ich Wikipedia heranziehen: Motive der Vegetarier. Die treffen eigentlich alle zu. Als Auslöser muss ich das vergangene Osterfest nennen. Unser kleiner Sohn mag nur das weiße vom Ei. Somit durfte der Familienmüllschlucker – Papa – die österlichen Eigelbe vertilgen. Und irgenwann, welches Eigelb es genau war, kann ich leider nicht sagen, konnte ich kein Eigelb mehr sehen, und kein Fleisch und keinen Fisch. Ich war SATT! Pro Leben!

Ich ertrags nicht, dass mein Karma durch Kadaver geplagt ist.
Thomas D

Auch ich möchte einfach nicht mehr, dass meinetwegen Tiere getötet werden. Denn das Bedürfnis aller Lebewesen, Glück zu erlangen und Leid zu vermeiden, ist mindestens so groß ist, wie mein eigenes.
Tja, Leben heißt Veränderung, und das jeden Tag. Wer weiß schon, wo uns unsere Entwicklung, unser aller Weg noch hin führt? Und wer weiß, vielleicht …

… kriegen wir für immer ALLE satt.
Und – wir retten Leben in ‘nem doppelten Sinn,
da wir Millionen verschonen, ist für Millionen mehr drin.
Thomas D

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